Haustiere aus der Ukraine schnellstmöglich melden

Rhein-Sieg-Kreis (db/ke) – Geflüchtete aus der Ukraine müssen ihre mitgebrachten Hunde und Katzen unbedingt anmelden. Darauf weist das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises hin.

Bei der Einreise mit Tieren aus Drittländern, zu denen auch die Ukraine gehört, gibt es insbesondere beim Thema Tollwut besondere Anforderungen. Wer vor dem Krieg flieht, soll natürlich nicht die regulär erforderliche Einreisegenehmigung für sein Tier beantragen müssen – darauf haben sich die Bundesländer verständigt. Damit Deutschland aber weiterhin tollwutfrei bleibt, müssen die mitgebrachten Hunde und Katzen allerdings nach ihrer Ankunft beim Veterinäramt angemeldet werden.

Eine Isolierung der Tiere, auch im Rahmen einer möglichen häuslichen Quarantäne, ist erforderlich, solange bis die Einreisevorgaben (Chippen der Tiere, Erstellen eines Heimtierausweises, Impfung gegen Tollwut, sowie eine Tollwut-Titerbestimmung frühestens 30 Tage nach Impfung) erfüllt worden sind.

„Das ist natürlich sehr, sehr schmerzlich für die geflüchteten Menschen, die alles verloren haben und in dieser Ausnahmesituation auch zunächst auf die Nähe ihrer geliebten Tiere verzichten müssen“, sagt Dr. Johannes Westarp, Leiter des Amtes für Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Rhein-Sieg-Kreises. „Selbstverständlich stehen nach den traumatisierenden Erlebnissen auch andere Dinge im Fokus. Aber die Maßnahmen, auf die sich die Bundesländer verständigt haben, sind unverzichtbar, denn eine Tollwutinfektion verläuft nahezu ausnahmslos tödlich – für Tier und Mensch.“

Das Meldeformular in Deutsch und Ukrainisch kann unter rhein-sieg-kreis.de/ukraine heruntergeladen werden. Das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises appelliert an alle geflüchteten Tierhalterinnen und Tierhalter, das ausgefüllte Formular schnellstmöglich per E-Mail an veterinaeramt@rhein-sieg-kreis.de zu senden. Wer Geflüchtete bei sich aufgenommen hat, sollte sie über die Meldepflicht informieren und ihnen Hilfe bei der Anmeldung anbieten.

Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine

Gemeinde Eitorf bereitet sich vor

Am Dienstag, den 01.03.2022 sind in den Morgenstunden nach langer Fahrt bereits 5 geflüchtete Menschen in Eitorf aus der Ukraine eingetroffen. Die Menschen sind erschöpft und sind vor Unsicherheit und Unruhe geflohen. Die Familie hat eine private Unterkunft bei einer Eitorfer Familie finden können.

Beide, die Eitorfer, wie auch die Ukrainer sind froh sich gefunden zu haben. Die einen, weil ihnen geholfen wird und die anderen, weil sie helfen können.

Viele Menschen in der Ukraine bringen gerade ihre Kinder und ihre Frauen in Sicherheit, weil der Krieg in der Ukraine grausam ist und vermutlich noch an Härte zunehmen wird. Es werden in den nächsten Tagen noch mehr Kriegsflüchtlinge nach Deutschland, nach NRW und auch nach Eitorf kommen.

Die Gemeinde Eitorf bereitet derzeit die Flüchtlingsunterkünfte vor. Die Gemeinde stellt sich darauf ein, über hundert ukrainische Kindern, Frauen und Männern eine sichere Bleibe bis zum Kriegsende bereit zu stellen.

Besser als eine Flüchtlingsunterkunft ist eine Unterbringung in einer Familie. Wenn Sie helfen möchten und Platz zur Verfügung haben, melden Sie sich bitte bei der Gemeinde Eitorf und teilen uns Ihre Möglichkeiten mit. Auch wenn Sie nur Platz für eine Person haben, auch nur für eine begrenzte Zeit.

Wenn Sie ukrainisch oder russisch sprechen als Dolmetscher*in fungieren möchten, teilen Sie uns das bitte auch mit.

Die Geflüchteteten lassen sich dann bei der Gemeinde Eitorf registrieren und erhalten von der Gemeinde eine finanzielle Unterstützung. Die Geflüchteten sind nicht an den Aufenthaltsort gebunden und können diesen in Deutschland frei wählen.

Geld- und Sachspenden werden von der Gemeinde derzeit nicht entgegengenommen.

Sollten zu einem späteren Zeitpunkt Sachspenden benötigt werden, wird die Gemeinde dazu noch mal gesondert aufrufen. Geldspenden werden von den großen Hilfsorganisationen gerne entgegen genommen.

Das Sozialamt der Gemeinde Eitorf ist für Sie der durchgehende Ansprechpartner. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Sie erreichen uns unter:

02243 / 89 – 108

buergermeister@eitorf.de Für die Hilfe und Unterstützung der Eitorfer Bürgerinnen und Bürger bedankt sich die gesamte Gemeindeverwaltung und der Bürgermeister Rainer Viehof.