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In Ruhe angehen: Tipps fürs Autofahren im Winter

Rhein-Sieg-Kreis (db) – Autofahren kann im Winter auch im Rhein-Sieg-Kreis zu einer Herausforderung werden. Angefangen von schlechter Sicht, über glatte Straßen bis hin zu Schnee auf der Fahrbahn.

Der Leiter des Straßenverkehrsamtes des Rhein-Sieg-Kreises, Harald Pütz, appelliert an die Vernunft der Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer, in der dunklen und winterlichen Jahreszeit besonders vorsichtig zu fahren. „Im Winterhalbjahr ist eine besondere Sorgfaltspflicht im Straßenverkehr geboten. Wird diese von allen beachtet, können viele Unfälle vermieden werden“.

Winterliche Verhältnisse sollten in die tägliche Routine mit eingeplant werden. Das heißt: Zeit nehmen! Am besten man plant zum Beispiel für den Weg zur Arbeit Extraminuten ein.

Da der Bremsweg auf nasser oder gar glatter Fahrbahn länger ist, als auf trockener Straße, sollten Autofahrerinnen und Autofahrer den Sicherheitsabstand und die Geschwindigkeit entsprechend anpassen. An Tagen, an denen die Temperaturen in der Nähe des Gefrierpunktes liegen, kann es auf Brücken, Freiflächen nach Waldstücken oder Tunnelausfahrten besonders tückisch sein. Gerade Raureif sorgt oft für glatte Straßen.

Damit einer sicheren und entspannten Fahrt nichts entgegensteht, ist es hilfreich, sich schon vor Antritt der Fahrt über die Wetterbedingungen zu informieren. Zudem ist es sinnvoll, Eiskratzer, Schnee- oder Handfeger, Türschlossenteiser, Starthilfekabel und eine funktionierende Taschenlampe immer griffbereit im Fahrzeug zu haben.

Eine Gefahrenquelle sind auch beschlagene oder vereiste Scheiben. Durch schlechte Sicht gefährdet man nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen.

Da bei Regen, Nebel und Dunkelheit die Sicht für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sehr beeinträchtigt ist, rät das Straßenverkehrsamt dringend, möglichst helle und reflektierende Kleidung zu tragen.

Wie jedes Jahr ist auch die richtige Bereifung der Fahrzeuge ein wichtiges Thema. Das Straßenverkehrsamt hat dazu wichtige Informationen zusammengestellt:

Nach der Straßen-Verkehrs-Zulassungsordnung (§ 36 Abs. 4 StVZO), gelten nur noch solche Reifen als wintertauglich, die mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke)   gekennzeichnet sind.

Grundsätzlich reicht es nicht mehr aus, wenn die Reifen mit einer M+S-Kennzeichnung versehen sind. Jedoch gelten bis zum 30. September 2024 noch Reifen mit M+S Kennzeichnung als wintertauglich, wenn diese bis zum 31. Dezember 2017 hergestellt wurden.  Mit dieser Übergangsregelung will der Gesetzgeber finanzielle Härten dadurch vermeiden, dass bereits produzierte beziehungsweise gekaufte Reifen noch aufgefahren werden können.

Auch wenn eine generelle Winterreifenpflicht nicht besteht, gilt dennoch ein Benutzungsverbot für Sommerreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen.

Wer ohne Winterwetterausrüstung (geeignete Reifen, kein Frostschutzmittel in der Waschanlage, abgenutzte Scheibenwischer) unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld zwischen 20 € und 120 € rechnen und kann, je nach Schwere des Verstoßes, zusätzlich Punkte in Flensburg bekommen.

 pixabay.com/geralt

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